Beziehungen: Vorsicht vor “Give-Ins”

Im Moment ist eine Zeit, in der ich von vie­len Seit­en von schw­eren Kriesen bei Paaren höre. Auch in mein­er Prax­is ist zur Zeit ungewöhn­lich viel Nach­frage nach Paarther­a­pie / -Beratung.
Meist scheint es “kurz vor Zwölf” oder schon danach. Auch von Astrolo­gen höre ich, dass es eine sehr “entwick­lungsre­iche” Zeit für Paare ist.

In den fol­gen­den Aus­führun­gen ist meist die männliche Form gewählt (zum Beispiel Part­ner). Damit ist hier aus­drück­lich die männliche und die weib­liche Form gemeint! 🙂

Oft sind das Haupt­prob­lem soge­nan­nte “Give-ins”. Das ist ein “Hineingeben” in den Part­ner. Es bedeutet, dass man etwas gibt, was der andere “will oder braucht”, ohne es aus sich selb­st her­aus auch zu wollen.

  • Um dem Part­ner einen Gefall­en zu tun.
  • Weil der Part­ner Bedürfnisse hat, z.B. Kuscheln oder Sex.
  • Damit der “Haussegen nicht schief hängt”.
  • Um den Part­ner nicht zu verärg­ern oder abzulehnen.
  • Ihm nicht ein Gefühl zu geben, ungeliebt zu sein.
  • Aus Sorge oder Angst von ihm abgelehnt / ver­lassen zu wer­den.
  • Oder vor dessen unan­genehmen Reak­tio­nen.
  • U.s.w.

Falls man das MAL macht, hat das nor­maler­weise keine großen Auswirkun­gen. Ein “Tropfen” auf dem Stein schadet dem Stein ja nicht. Aber vor­sicht: “Steter Tropfen höhlt den Stein”.
Genau das passiert so oft: Dass man sich aus oben genan­nten Grün­den angewöh­nt hat, etwas für den Part­ner zu tun, was man eigentlich nicht möchte.
Aber, vor­sicht Falle: Es scheint ja nur eine Kleinigkeit, nicht so wichtig. Wird das allerd­ings zum Stan­dard und über Jahre prak­tiziert (was meist der Fall ist), wer­den die Auswirkun­gen groß … bis riesen­groß!
Irgend­wann, meist eben erst nach Jahren, entwick­elst sich eine Aver­sion und Ent­frem­dung vom Part­ner. Das ist dann nicht leicht zu ver­ste­hen, da man den vie­len einzel­nen “Tropfen” keine Bedeu­tung beigemessen hat. Die Resul­tate sind aber auf Dauer oft fatal. Zum Beispiel Aver­sio­nen vor Zärtlichkeit­en und/oder Sex. Mas­sive Aggres­sio­nen, die man nicht ver­ste­ht. Gefüh­llosigkeit gegenüber dem Part­ner. Hin­wen­dung zu Fremd­beziehun­gen (bei denen ist es ja unbe­lastet und es hat sich noch nichts neg­a­tives aufge­baut). Da scheint es so ein­fach, so leicht, so schön und lustvoll. Dann ist die Diskrepanz zum Part­ner noch größer bis zur schein­baren, gefühlten Unüber­wind­barkeit.
—- die Kriese ist da —-

Und die Lösung?

  • Mit dem Part­ner über die Give-Ins und Gefüh­le reden. Am besten mit Hil­fe von GfK (gewalt­freie Kom­mu­nika­tion). Vielle­icht mit Hil­fe eine “Redestabes” ( nur der mon­en­tane “Inhab­er” des Stabes spricht und wird nicht unter­brochen. Bis er den Stab an den Part­ner weit­er­re­icht).
  • Die Zeit der Part­ner­schaft untern diesen Gesicht­spunk­ten resümieren.
  • Sich dem Part­ner mehr zumuten, mit dem, wie man ist.
  • Erkun­den (eventuell mit pro­fes­sioneller Unter­stützung), wo diese o.g. Muster im Leben ihre Ursprünge haben und aufar­beit­en.
  • Möglichst keine Give-Ins mehr. Das erfordert eine hohe Acht­samkeit, vor allem mit sich selb­st.
  • Diese Acht­samkeit kann mit Hil­fe von regelmäßiger med­i­ta­tiv­er Prax­is geschult und unter­stützt wer­den.
  • Gemein­sam einen Paarther­a­peuten / -Coach auf­suchen um neue Weg in der Part­ner­schaft zu find­en.
  • Sich und der Beziehung eine zweite Chance geben.
  • Jede Kriese hat eine riesen Chance für gemein­sames Wach­s­tum und Erneuerung.

 

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